Ich hatte vor Jahren auch als Erwachsener eine positive ADHS-Diagnose erhalten, aber bin aufgrund von Umzug etc. nicht mehr bei dem Arzt und war auch später wegen anderem in Behandlung, auch psychologisch. Leider gab es keinen anderen Arzt oder Psychologen der das Thema ernst nahm sodass ich selbst Zweifel bekam und dachte ich lasse es bei GAM nochmal privat testen um evt. nochmal Hilfe in die Richtung zu bekommen.
Die Termine bekommt man sehr schnell und telefonisch als auch per Mail wird einem versucht schnell und kompetent zu helfen. Auch hat man das Gefühl es wird sich bemüht und versucht auf den Patienten einzugehen und die Mitarbeiter sind freundlich.
Dennoch gibt es negative Dinge die ich vorbringen möchte:
Bei den Videocalls werden nochmal die Fragen der Tests, die man vorab geschickt bekommt, durchgegangen. Jedoch hatte ich oft das Gefühl die Fragen werden einfach wiederholt und auf Nachfragen keine konkreten Beispiele. Da meiner Meinung nach Fragen alles mögliche bedeuten können.
Das Gutachten kam schnell und hat kein ADHS bestätigt.
Die meisten Tests waren über dem cutt-off, dass das für ADHS sprach, jedoch einzelne Punkte (Hyperaktiver) teilweise nicht vorhanden und im Kontext wohl angeblich nicht auf diese Störung zurückzuführen.
Damit hätte ich leben können, wenn nicht sowohl falsche Annahmen im Gutachten geschlussfolgert wurden, die meiner Meinung entscheidende Rolle für die letztenliche Diagnose spielten. Dinge die wirklich nicht so waren und falsch interprätiert wurden meiner Meinung. Es wurde zwar nachdem ich mich nochmal gemeldet hab und klargestellt hab, dass ich nie unter den Punkten litt und leide, erneut geschrieben und angepasst. Das Ergebnis (andere Störung) blieb.
Da ich jedoch weiß, wie sich so etwas anfühlt, da ich in der Tat in der Vergangenheit damit zu kämpfen hatte. Ich meldete mich u.a. darum bei GAM, da ich dachte es sei jetzt sinnvoll (die letzten Jahre litt ich nicht wirklich mehr unter anderen Problemen) und wollte diese Symptomatik angehen, da mich nichts anderes belastete.
Beim Abschlussgespräch wurde dann etwas davon weggegangen und letztendlich wieder alles offen gelassen. Ich solle in alle Richtungen nach Diagnosen suchen und schauen was sein könnte bzw. am Ende bleibt an (ADHS)-Symptomen (die ich ja jetzt trotzdem hab). Wären die Testergebnisse alle sehr niedrig wär es klar, so aber ist es unbefriedigend und zugleich steh ich - wie von Beginn an befürchtet, ganz am Anfang. Und an einem unrealistischen Neuanfang, da es eh unmöglich wird Plätze zu finden und ewig dauert in alle Richtungen zu gehen, v.a. da man im Alltag zu funktionieren scheint und damit zählt es nicht als echter Leidensdruck.
Alles in allem viel Geld ausgegeben für nichts. Ein Glück dass mir Geld ausgeben nichts ausmacht, da ich immer hoffe es gibt mir den Kick was es leider nicht tut(Sarkasmus off).
Ich kann die Diagnostik Menschen empfehlen, die naja das Geld übrig haben und wirklich klare und starke Symptome v.a. ADHS (mit Hyperaktivität) und Leuten ohne viele Komorbiditäten sowie keinen krassen Anpassungs- und Maskingmechanismen, oder Imposter-Symptomatik. Für andere zb ADS bei Frauen ungeeignet!
Zum Bestätigen von klarem ADHS ist es auf jeden Fall sinnvoll. Geht schnell und läuft kompetent ab, die Leute sind hilfsbereit. Für alles andere an ADS/ADHS Spektrum bzw. Neurodivergenzien sind die wenigen Videocalls ungeeignet. So mein Fazit.
Zur Psychoedukation kann ich nichts sagen bisher, nur dass es schwer ist bisher Termine zu bekommen, weil das meiner Meinung nach mit der Buchungsplattform so semi funktioniert. Habe es versucht bzw. hatte auch den Vorschlag bekommen bei meiner Psychologin (die die Tests besprochen hat) zu buchen, aber wurde nichts angezeigt (auch in der Woche wo sie angeblich frei war), auch andere Psychologen kann man buchen, aber anscheinend machen nicht alle Psychoedukation. Das sollte auch verbessert werden.
edit:
Nach der Antwort von GAM muss ich dennoch sagen, dass vieled einfach mal falsch war, ich möchte nicht groß ins Detail gehen aber Prüfungsangst u.ä. hatte ich nie. Es wurde sich auch manches herausgegriffen und anderes nicht: erwähnt wurde dass man bei einem Familienmitglied Autismus vermutet aber dass man ADHS bei einem anderen vermutet das wurde ignoriert. Auch sich dass man angeblich zu wenig soziale Kontakte habe bzw. das angeblich ein Problem sei, stimmt halt so nicht. Da kein Leidensdruck ist.Das Gutachten liest sich für mich halt nicht rund und ich finde mich so gar nicht richtig wieder. Ich bleibe bei meiner Meinung Ich habe auch den Eindruck nach ein paar anderen Einträgen hier es werden Leute mit neg. ADHS Diagnose (trotz positiver Tests und früherer Diagnose) für die Quote erzeugt damit es seriöser wirk