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Erfahrungen mit PGS als Anbieter für ARMA 3 VM Server
Kurzfazit: - günstig - schwach im fordernden Spiel ARMA 3 - Nutzung größerer Mods nur durch manuelles Hochladen via FileZilla o.ä. Software möglich; kein Steam CMD - Support früher extrem kompetent und kundenorientiert, jetzt deutlich schlechter Langfazit: Ich war etwa sechs Jahre lang (Beginn August 2016 - Ende Juli 2021) Kunde bei PGS; hauptsächlich mit einem ARMA 3 Server (dort nur als VM erhältlich). Meine Erfahrungen mit dem Support waren bis zur Übernahme des Anbieters durch myLoc IT sehr positiv. Um so fair wie möglich zu bleiben, muss zunächst klargestellt werden, dass gerade bei ARMA 3 ein VM Server je nach Anzahl der Einheiten in einer Mission und/oder Anzahl der verwendeten Mods und Skripte sowie Anzahl der menschlichen Spieler völlig ausreichend ist oder aber deutlich zu schwach. Ich habe entweder alleine oder mit maximal vier bis fünf Mitspielern den Server genutzt und die Leistungsgrenzen des Servers eher durch die Art der gespielten Missionen schmerzlich erfahren. Hauptsächlich habe ich selbst gestaltete Missionen mit der RAVAGE-Mod sowie eigene und von anderen erstellte Missionen mit der ALiVE-Mod gespielt. ARMA 3 ist nun mal ein sehr hardwarehungriges Spiel und eine Faustregel lautet "Mehr Einheiten und/oder Objekte auf der Karte = weniger FPS". Eine andere Faustregel lautet "Mehr Mods = weniger FPS". Dennoch habe ich die meisten meiner Missionen zum Laufen bekommen; aber bei wirklich groß angelegten ALiVE-Kampagnen (sowohl klassisches COIN/MILSIM Gameplay als auch postapokalyptische Missionen mit ALiVE+RAVAGE) kam der Server an seine Grenzen. In den ersten Jahren war der Support wirklich herausragend; das mag auch daran gelegen haben, dass der für mich zuständige Mitarbeiter selbst im Spiel ARMA aktiv war bzw. ist. Gemeinsam haben wir Lösungen für meine speziellen Bedürfnisse rund um die persistency-features der ALiVE-Mod erarbeitet und auch alle meine Fragen zur Serververwaltung wurden immer schnell und kompetent geklärt. Die Wende zum Schlechteren erfolgte einige Zeit nach der Übernahme von PGS durch myLoc managed IT Services. Der Server hängte sich deutlich häufiger auf, während die ab 2020 für mich zuständigen Support-Mitarbeiter jedoch viel weniger schnell und kompetent darauf reagierten als ich das aus den früheren Jahren gewohnt war. Der absolute Tiefpunkt war mit dem Erscheinen des CDLC "SOG Prairie Fire" erreicht. Zum Einen dauerte es nicht tagelang, bis dieses CDLC als Servermod verfügbar ware, wie beim vorigen CDLC "Global Mobilization", sondern wochen- und monatelang! Und zum anderen ließ sich genau in dieser Zeit mehr als eine Woche lang der Server überhaupt nicht mehr starten - auch nicht mit CBA als einziger Mod! Bei der Bearbeitung dieses Problems trat für mich ganz klar zutage, dass ich als Kunde nach der Übernahme von PGS durch myLoc IT unter einer häufigen Folge von Firmenübernahmen generell zu leiden hatte. Das Personal wird zur Verbesserung der Bilanz nach der Übernahme oft reduziert und/oder gegen andere (billigere) Arbeitskräfte ausgetauscht, die mit den Stammkunden und deren Bedürfnissen nicht vertraut sind. Es hat fast zwei Wochen gedauert, bis die Mitarbeitenden endlich den Fehler, der ihrer Aussage nach beim Anbieter lag, gefunden und behoben hatten. Derartige Inkompetenz war ich nicht gewohnt und in Verbindung mit der völligen "Funkstille" hinsichtlich meiner Frage nach dem Termin für die Nutzbarkeit des CDLC "SOG Prairie Fire" habe ich dann für mich keine Zukunft mehr bei diesem Anbieter gesehen. Mittlerweil nutze ich einen anderen Anbieter, der knapp dreimal teurer ist, aber bis jetzt deutlich leistungsfähiger und zuverlässiger war. Zusammenfassend möchte ich es so ausdrücken: Zu Beginn habe ich PGS in einer Art "Guter Alter Zeit" erlebt und diese positive Erfahrung bleibt bestehen. Wenn jedoch jemand jetzt, hier & heute darüber nachdenkt, diesen Anbieter für ARMA 3 zu nutzen, muss ich ganz klar abraten.