SkyWind Energy GmbH
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Skywind mit Licht und Schatten
Anforderungen an das Projekt: Ein Windrad sollte im Rahmen einer PV Neuanlageninstallation mit hinzugenommen werden. Es sollte ein europäisches Produkt sein (keine asiatische Billigware). Geplant war eine Dachinstallation (10 m über Grund firstnah) in einer Südwestdorfrandlage ohne Bäume gen Süden. Nach Vorabrecherche (Windatlas BW, Eigenmessungen) war klar, mehr als 60 Windtage/Jahr mit durchschnittlich >5 m/sec Wind, würde es nicht laufen. Da die PV Anlage mit Speicher auf ca. 4000 Euro/installierte kWPeak kam, sollte das Windrad (angenommen waren 500 WPeak) max. auf 3000 Euro kommen (inkl. Installation). Insofern schien SkyWind alle diese Kriterien zu erfüllen. Ergebnis: - allein die vorab kalkulierten Installationskosten des Fachbetriebes von 800 Euro betrugen am Ende (Zeitaufwand bedingt !!!) 3200 Euro !!! - das Windrad kam mit knapp mehr als 2000 Euro (incl. empfohlene Trägerkonstruktion mit Entkopplern) als Sonderaktion vergleichsweise günstig zum Kauf. - das Windrad selbst ist im Aussengeräusch relativ leise, Ausrichtung auf den Wind zügig auch ohne Windfahne. Alle Nachbarn waren angenehm überrascht. - der Windertrag mit max. um 150-200 WPeak deutlich (!) niedriger als gedacht (selbst an Sturmtagen mit 8 m/sec Wind) - Bedingt durch die Dachkonstruktion des Holzhauses unangenehm (!!!) laute Vibrationen, die eine Demontage notwendig machten. - Der Kontakt mit dem Support von Sykywind war prompt, professionell, jedoch die Optionen zur Verbesserung der Gesamtsituation sehr limitiert. Nochmals 1500 Euro zusätzlich zu den 5200 bereits investierten (Zeitaufwand für Uminstallation auf dem Dach mit ungewissem finalem Ergebnis) wollte ich dann nicht mehr aufwenden, das Windrad wurde daher jüngst demontiert. Schlussfolgerung: Eigentlich ausgereiftes Produkt an sich. Skywind sollte aber dringend (!) zertifizierte Firmen als Ansprechpartner / Netzwerkpartner benennen, welche eine Beratung vorgängig vor Ort (!) vornehmen, wie soll man sonst eine fundierte Kaufentscheidung fällen ???. Die Beratungskosten sollten dann bei Kauf des Produktes anteilmässig weitgehend verrechnet werden können (ein reguläres Windgutachten kostet um 2000 Euro)!!! Sofern dies nicht zukünftig besser gelöst wird, sollte sich die Firma nicht über hohe Abbrecherquoten und negative Kritiken wundern. Wohlgemerkt, es geht mir nicht um das Produkt und dessen Preis an sich (das wäre ok !) sondern um die Frage, wer es sich überhaupt anschaffen soll und zu welchen Kosten (Betriebe, welche das bis dato noch nie gemacht haben benötigen offensichtlich einen unverhältnismässigen Installations-Zeitaufwand und das Ergebnis ist möglicherweise suboptimal). Es bringt dann auch nichts als Hersteller zu monieren, man habe sich den falschen/mangelnd qualifizierten Betrieb ausgesucht.